Autonomes Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin

Reihe 2 "Anderer Anfang/Buen Vivir 

Do, 14.01.2016 von 18:30-20:30 Uhr

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293:

 

Walter Benjamin: "Zur Kritik der Gewalt"
 
Benjamins berühmte Abhandlung aus dem Jahr 1921 steht für uns im Kontext der Lektüre von Hannah Arendt: "Wir Flüchtlinge"; doch gibt es noch andere Bezüge zu unseren Semesterthemen. Wir werden ausgesuchte Passagen gemeinsam lesen und diskutieren.
Der Aufsatz kann unter jankoettner@web.de als pdf angefordert oder als Taschenbuch günstig erworben werden (Suhrkamp, W.B. Zur Kritik der Gewalt; Reclam, im Sammelband W.B., Sprache und Geschichte).
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Do, 28.01.2016 von 18:30-20:30 Uhr

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293:

Vortrag mit Diskussion: "Das Historische Matriarchat!"

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Donnerstag, 9. Juli 2015 von 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293
ehrenamtlich, (entgelt-)frei und offen für alle

Das Konzept Buen Vivir (aus der Sicht des Alberto Acosta)

Das Buen Vivir des Alberto Acosta bezeichnet „das Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur“. Welches Welt- und Menschenbild zeigt sich in diesem Konzept? Kann das Konzept Buen Vivir als Lebens-, Politik- und Wirtschaftsweise mit einer Wert- und Verwertungslogik friedlich koexistieren, die in allem vom Menschen ausgeht und alles auf den Menschen zurückführt? Gibt es Brücken zur nicht-anthropischen Denkweise des Wolfgang Welsch und zum Seinsdenken Martin Heideggers? Vorbereitungsmaterial kann angefordert werden bei: autonomes.seminar@t-online.de

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Donnerstag, 25. Juni 2015 von 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstraße 110, Raum 293
ehrenamtlich, (entgelt-)frei und offen für alle

Einladung zum Gesprächsvortrag von Wolfgang Ratzel

Thema: „Menschenrechte und Immigration - Warum sterben Flüchtlinge in
einer Welt, in der die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ gilt?

Textgrundlage: Giorgio Agamben: „Jenseits der Menschenrechte. Einschluss und
Ausschluss im Nationalstaat“ - Bitte anfordern.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Donnerstag, 11. Juni 2015 von 18:30-20:30 Uhr Ort: Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293

Reihe „Anderer Anfang – Buen Vivir“ Einladung zum Gesprächsvortrag von Jan Köttner zum Thema: "Die Maschine entlässt den Menschen"  

Zur bevorstehenden Entwertung menschlicher Tätigkeit: Wir erleben ein "Zweites Maschinenzeitalter": Robotik und "Industrie 4.0" sind auf dem Vormarsch, während immer intelligentere Algorithmen Konsumenten gleich Daten-Schafherden bewirtschaften. Oxforder Forscher haben jüngst 700 Berufe darauf untersucht, ob und wann sie durch Automation und Digitalisierung vollständig ersetzt werden können: Etwa die Hälfte der Professionen sei schon innerhalb der kommenden 10 bis 20 Jahre gefährdet – darunter auch viele höherqualifizierte. Erleben wir womöglich eine Rücknahme der Geschichte der Arbeitsteilung? Was bedeutet das für die Freigesetzten – mehr Zeit für selbstgewählte Tätigkeiten? - Finanziert durch eine Maschinensteuer? Aber werden deren Eigentümer, oder eines Tages die Maschinen selbst, nicht die Frage stellen: "Warum sollen wir für eure Humanität bezahlen?"
Die Oxforder Studie (70 S., englisch) und ein SPIEGEL-Artikel kann unter:  autonomes.seminar@t-online.de angefordert werden.

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Donnerstag, 28. Mai 2015, 18:30 bis 20:30 Uhr

Raum 293 des Seminargebäudes Humboldt-Universität, Invalidenstrasse 110

Gesprächsvortrag „Offene Grenzen? Niederlassungsfreiheit für alle und für alles? - oder doch lieber nicht?“

Friedemann R. hat mir ein wichtiges Interview mit Prof. Joachim von Braun vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) zugesandt. Es eignet sich als knappe Situationsanalyse, zumal Joachim von Braun mit einigen Klischees aufräumt. Nachfolgend seine Haupt-Thesen. 
 
Das Interview kann auch als PDF-Datei unter: autonomes.seminar@t-online.de angefordert werden.

Joachim von Braun unterscheidet zwischen einer Minderheit von Migrant_innen, die aus Not (Krieg, Verfolgung, Hunger) migriert und einer großen Mehrheit, die illegal oder legal migriert getrieben von der Hoffnung auf besser bezahlte Jobs und/oder Bildung und Weiterbildung. 

These 1: Wer migriert? Nicht die Ärmsten und nicht die Reichsten. Es migriert die Mitte zwischen arm und reich.

These 2: Die wirtschaftliche Entwicklung der afrikanischen Herkunftsländern (z.B. durch Öffnung der Weltmärkte für afrikanische Produkte) fördert die Migration. Wem es besser geht, hat die Fähigkeit zu migrieren. Wirtschaftliche Entwicklung bringt mehr Migration! Erst auf sehr lange Sicht (30 bis 40 Jahre) stagniert die Migration und geht dann zurück.

These 3: Die Bevölkerungsvermehrung führt zu mehr Migration: Das Afrika südlich der Sahara beherbergt heute 1,1 Milliarden Menschen; 2050 werden dort zwei Milliarden sein, 2100 zwischen drei und fünf Milliarden Menschen leben. Die Geburtenrate beträgt derzeit 4,6 Kinder pro Frau und stagniert auf hohem Niveau (teilweise leichter Rückgang, teilweise auch Zunahme).  Folge: Riesiger Bedarf an Stellen. Wenn die Integration der Heranwachsenden in den Arbeitsmarkt nicht gelingt, steigt die Migration. Wenn die Integration gelingt, steigt ebenfalls die Migration.

These 4: Migrant_innen sind Entwicklungshelfer_innen. Migration bringt Entwicklung - für die Zielländer und für die Herkunftsländer. 

These 5: Migration erzeugt weitere Migration in die Netzwerke der Angekommenen hinein. Dadurch wird Migration effizienter.

Thesen zu den Bootsflüchtlingen: 
1. 2014 sind 200.000 Menschen über die Grenzen in die EU gekommen; 3.500 Flüchtlinge sind ertrunken. Es werden noch Millionen kommen.
2. Joachim von Brauns Vorschläge:
- "Ja, die (Bootsflüchtlinge) müssen wir aufnehmen. Und in einer Europäischen Union von 500 Mio. Menschen ist das eine verschwindend kleine Zahl."
- Selbstverpflichtung aller Staaten zu einer ordentlichen, sicheren, regelbasierten und verantwortungsbewussten Organisation von Migration.
- Aufnahme der Regelung von Migration in die bislang acht Millenniumsziele der UNO.
 
Empfehlung:  "VIVIR BIEN" Theatergruppe aus Bolivien 
am 02. und 03.06.2015 zu Gast in Berlin
Die Theatergruppe Voces en Pie des Kinder- und Jugendzentrums Chasqui aus El Alto, Bolivien, lädt dazu ein, sich mit dem Thema Vivir Bien (dt.: Gutes Leben) zu beschäftigen. Die Philosophie des Vivir Bien basiert auf den Werten der andinen Kosmovision und beschreibt das Zusammenleben in der Gemeinschaft und den Umgang mit der Natur. Was bedeutet Vivir Bien für junge Leute, die einer Großstadt leben, die von starker Umweltverschmutzung, Individualisierung und einem großen Konsumangebot geprägt ist? Das Stück zeigt die Auseinandersetzung der jungen Schauspieler/-innen mit den Werten des Vivir Bien und deren Integration in den eigenen Alltag. Die jungen Künstler/-innen reflektieren Handlungsmöglichkeiten, die es ihnen erlauben, ihre eigene Lebensrealität durch die Einbeziehung von Werten wie Empathie, Gegenseitigkeit, Kollektivität und Respekt gegenüber der Natur zu verändern.   Aufführungstermine: Berlin, Di, 02.06.2015 Theateraufführung mit anschließendem Workshop Ort: TheaterSpielRaum, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2b, Beginn: 19.30 Uhr   Berlin, Mi, 03.06.2015 Theateraufführung mit anschließendem Workshop (in Zusammenarbeit mit dem Master Studiengang in Childhood Studies and Children's Rights der FU Berlin). Ort: Silberlaube, Raum L113 im Seminarzentrum gegenüber der Mensa, Otto-Von-Simson Strasse 26, Beginn: 18 Uhr
 
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Donnerstag, den 7. Mai 2015, 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Universität zu Berlin in der Invalidenstraße 110, Raum 293 
 
Gesprächsvortrag in der Reihe „Anderer Anfang – Buen Vivir“ Thema: „Politik und Leben als Treuhänderschaft des Seins als Ganzes!?  Wie kann eine Lebens- und Politikweise funktionieren, die den Menschen aus dem Mittelpunkt rückt und sich nicht mehr aus der Vorstellung einer „Volkssouveränität“ legitimiert? Der „Horizont des Konzepts Anderer Anfang-Buen Vivir“ ist erhältlich unter: autonomes.seminar@t-online.de
 
 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Rück-Schau auf den Anderen Anfang-Buen Vivir
In dieser Reihe geht es mir um eine Wiederaufnahme der „Schwarzen Hefte“, aber aus der Perspektive des Seinsdenkens, die mit den metaphysischen Verirrungen Heideggers –völkisches Denken und Antisemitismus- bricht.
Es geht somit um die Begründung einer Lebens- und Politikweise DURCH und MIT Heideggers Seinsdenkens GEGEN Heideggers völkisch und antisemitisch aufgeladene Metaphysik, die angeblich vom Sein arbeitsteilig-verschickte Aufträge an diverse „Volksdaseine“ zum Grund eines weltgeschicklichen Ringens zwischen Verwurzelungs- und Entwurzelungsdynamiken erklärt.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Einladung zur Premiere des Konzepts "Anderer Anfang - Buen Vivir"
 
Donnerstag, den 23. April 2015, 18:30-20:30 Uhr
Raum 293 des Seminargebäudes der Humboldt-Universität in der Invalidenstrasse 110
 
Nach sehr langer Inkubationszeit beginnt der Versuch, das Heideggersche Denken des Seins als eine Lebens- und Politikweise zu handhaben,  die dem Sein gehört und auf das Sein hört. Aber was soll das heissen? - was ist das für ein Sein, auf das mensch hört und dem mensch gehört? Wie kann mensch es überhaupt hören? Und kann eine Lebens- und Politikweise des Seins normativ verfasst werden? Geht das?
Heidegger hat seine "Seinspolitik" in den "Schwarzen Heften" versucht - und verirrte sich gründlich in der Irrnis metaphysischen Denkens, wo er seine völkischen und antisemitischen Denkfiguren und Ressentiments andocken konnte. In den fünfziger Jahren vertrat Heidegger den Standpunkt, "dass  die heutige Gesellschaft nur die Verabsolutierung der modernen Subjektivität ist und dass von hier aus eine Philosophie, die den Standpunkt der Subjektivität überwunden hat, überhaupt nicht mitsprechen darf." In der Gegenwart versuchen die neurechten Völkischen um die Zeitschrift "Sezession", Heideggers metaphysische Irrwege zeitgemäss zu gehen.
Der neue Versuch, "Schwarze Hefte" zu schreiben, richtet sich somit gegen Heideggers ersten Versuch und gegen die neurechten völkischen Entwürfe.
Wir werden in nächster Zeit Schritt für Schritt durch den beigefügten "Horizont des Konzepts "Anderer Anfang - Buen Vivir" gehen.  Der erste Schritt wird ein Streitgespräch zwischen Jan Koettner und Wolfgang Ratzel über die Bestimmung der Freiheit sein; einer These von Wolfgang Ratzel:  Freiheit kann immer nur Freiheit  innerhalb von Begrenzungen sein! Begründung: Die Tragfähigkeit der Erde für ALLE Lebewesen bedarf der Begrenzungen des menschlichen Verhaltens. Der Mensch hat die Freiheit, sich an diese Begrenzungen zu binden, und er hat die Freiheit, die von der Ordnung des Seins, dem Nomos des Seins, "zugeteilten" Ressourcen nach seinen Bedürfnissen zu nutzen! (Es folgen vier wesentliche Begrenzungen).
Gegenthese Jan Koettner:  In Moskau, Peking und Riad wird man sich freuen, das zu hören!


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Einladung zum Gesprächsvortrag über das "Konvivialistische Manifest - Für eine neue Kunst des Zusammenlebens! - »Manifeste Convivialiste« – eine »Déclaration d’interdépendance«, 

Das Manifest hat den Anspruch, eine neue politische Philosophie und praktische Formen des friedlichen Miteinanders zu entwickeln. Das Ergebnis wird 
Konvivialismus genannt (von lateinisch "convivere" = zusammenleben). Der Name verweist auf eine
 Art Super-Weltanschauung, die eine Synthese der guten Seiten der gescheiterten Ideologien (Liberalismus, Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus) sein soll.

Nach der Wiederkehr der Religion als Islamismus kehrt mit dem Manifest aufs Neue nun auch ihr weltlicher Zwilling, die Ideologie, als Hoffnungshorizont und vermeintlicher Ausweg aus der globalen Katastrophe wieder. Mitten in den laufenden Entsubjektivierungsprozessen wird aufs Neue an einem 
Supersubjekt gebaut, das "Menschheit" heisst, und das eine "einzig legitime Politik" entwirft, die dann als "konviviale Gesellschaft" universalisiert werden soll. 

Der Vortrag fragt zuallerst nach dem Menschen-Bild des Konvivialismus und dessen Verhältnis zum Wesen der Technik. Auf diese Weise zeigt sich, ob das Manifest eine "Kehre im Denken" vollzieht, oder nur die global-geltende Logik von Wert- und Unwertsetzungen auf neue Weise weiterführt. 
Und worin unterscheidet sich das Manifest vom Konzept Buen Vivir? 

Das Manifest kostet im Buchhandel 7,99 Euro. Das Manifest kann aber auch als kostenlose PDF-Datei angefordert werden bei: autonomes.seminar@t-online.de

Zeit: Do, 18. Dezember 2014, 18:30 bis 20:30 Uhr
Ort: Raum 293 des Seminargebäudes der Humboldt-Universität in der Invalidenstrasse 110 (gegenüber Südausgang des U6-Bahnhofs Naturkundemuseum)
 
 -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Thema: "Am Lebensstil der globalen Mittelschichten geht die Welt zugrunde!"
Donnerstag, 4. Dezember 2014 von 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293 (U6-Bf Naturkundemuseum)
 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Streitgespräch und Abstimmung über die schweizerische Volksinitiative des Vereins ECOPOP association ecologie et population = Vereinigung Umwelt und Bevölkerung
„Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“
 
Donnerstag, 20. November 2014 von 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293 (beim U6-Bf Naturkundemuseum)
 
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Donnerstag, 6. November 2014 von 18:30-20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293 (beim U6-Bf Naturkundemuseum)
 
Thema: Über die Denkweise des Konzepts  „BUEN VIVIR“  
Die Lebens- und Politikweise des „Buen Vivir“ („Gutes Leben“) folgt einer Rationalität, Logik und Zeit-Auffassung, die unvereinbar ist mit dem geltenden kapitalistischen Entwicklungs- und Wachstumsparadigma. Wir erfahren die Fremdheit der andin-indigenen Kosmovision eines „Seins im Beziehungsgeflecht“.  
 
Wer sich vorbereiten will, lese in dem bereits versandten Text von Tatiana López Ayala: "Das Buen Vivir als alternatives Entwicklungskonzept" die Seiten 10-33. Der Text kann hier angefordert werden.
Der Vortrag stellt das Konzept Buen Vivir nicht deshalb vor, um es hierzulande zu imitieren oder –noch schlimmer- um es da, wo seine einzelne Bestandteile passen, zur „Reparatur“ der destruktiven Wirkungen des abendländischen Lebens- und Politikmodells zu gebrauchen.
Es geht vielmehr darum zu erkennen, ob und inwieweit die Denkweise des Buen Vivir (seine Kosmovision, Rationalität, Logik, Zeit-Auffassung, Formen und Weise der Wissensgewinnung) in einer untergründigen Beziehung zu einem abendländischen Konzept des Guten Lebens steht, das auf dem Fundament - der abendländischen Frage nach der Wahrheit des Seins und dem Sinn des Daseins; - der Kritik des rechnenden Denkens in Werten (samt seinen Methoden der Wissensgewinnung); - der Kritik des Subjektivismus und - der Kritik der linearen Zeit beruht.   Beispiele: (1) Die indigene Kosmovision beschreibt die Beziehung zwischen Mensch und der Natur als harmonisches Verhältnis zwischen der Mutter Erde und ihren Söhnen und Töchtern. Alles, was ist, sind hingegen Geschwister. Das Verhältnis des Menschen zu Tieren, Pflanzen und Anorganischem wird somit als Verhältnis zwischen Geschwistern beschrieben. Der Berg ist Teil der Lebensgemeinschaft und des Beziehungsgeflechts, zu dem der Mensch gehört. Das Unheil kommt aus der Störung dieser auf Fürsorge und Inobhutnahme beruhenden Lebenskreisläufe.   Dagegen steht in unserer Denkwelt der Satz „natura non contristatur“. Wilhelm Szabo hat den Satz so gedichtet: “Natura non contristatur: Der Wald ist nicht betrübt. Der Strauch lebt ohne Trost. Es heischt kein Baum Erbarmen.”   (2) Was sagt das Konzept Buen Vivir zum Verhältnis des Menschen zu den technisch-kapitalistischen Verhältnissen? - und wie ist dessen Antwort vereinbar mit Heideggers Antwort in der Rede „Gelassenheit“.
(3) Wie steht es mit der unwiderruflich verlorenen Bodenständigkeit und Heimat? Gibt das Konzept Buen Vivir die Aussicht auf eine neue Bodenständigkeit in gewandelter Gestalt?
 
Donnerstag, 23. Oktober 2014 von 18:30 - 20:30 Uhr
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293
(ehrenamtlich und offen für alle - beim U6-Bf Naturkundemuseum)
 
 „Glück bedeutet, des ruhmvollsten Todes teilhaftig zu werden“
Zum Kriegseintritt Deutschlands gegen den Islamischen Staat diskutieren wir die Leichenrede, die Perikles 431
v.u.Z nach dem 1. Jahr des Peloponnesischen Krieges über den Särgen der Gefallenen gehalten hat.
 
Die Rede hat Thukydides in seiner „Geschichte des Peloponnesischen Krieges“ (Thuk. 2, 35-46) überliefert. Im Peloponnesischen Krieg standen sich der von Athen geführte „Attische Seebund“ und der Peloponnesische Bund unter der Führung von Sparta gegenüber. Der Krieg dauerte, unterbrochen von einigen Waffenstillständen, von 431 v. Chr. bis 404 v. Chr. und endete mit dem Sieg der Spartaner.
Jan Köttner verantwortet die Lektüre und empfiehlt als Textgrundlage das orangenfarbige Reclam-Heftchen Thukydides: Der Peloponnesische Krieg. Auswahl (in griechischer und deutscher Sprache) – 3,20 Euro
 
Zur Vorbereitung auf unser Thema noch ein Zitat aus Platons Alterswerk Nomoi (Die Gesetze), verfasst etwa 40 Jahre nach Ende des Peloponnesischen Krieges. In dem Dialog zwischen einem Athener, einem Spartaner und einem Kreter vertreten die beiden letzteren folgende Position:
"Denn was die meisten Menschen Frieden nennen, das sei ein bloßes Wort; in Wirklichkeit befänden sich von Natur aus alle Städte mit allen Städten ständig in einem Kriege ohne Kriegserklärung." (Nomoi 626a).
Der (sokratische) Athener stellt dies in der Folge in Frage.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
 
Gesprächsvortrag:
Bausteine einer Lebens- und Politikweise jenseits Wertdenken und Ideologie
Wir resümieren die Themen des Wintersemesters 2013/14 unter diesen Grundfragen:
- Wie kann eine Lebens- und Politikweise funktionieren, die NICHT auf Weltanschauungen eines “souveränen" (Kollektiv-)Subjekts beruht, sondern sich vom An-Denken des Seins leiten lässt?
- Kann es ein Leben und eine Politik ohne entfaltende Wert- und vernichtende Unwert-Entscheidungen von Subjekten geben?
- Welche Wahrheiten zeitigt die Demokratie?
- Wie antwortet eine solche seins-orientierte Politik auf das Problem der Einwanderung, des Ausnahmezustands und der Massentötung “überflüssiger" Tiere? Taugen Geschlecht und“Rasse" als Klassifikationsmerkmale des Menschen?

Zeit: Donnerstag, 6. März 2014, 18:30-20:30 Uhr
Ort: Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293 -
(beim U6-Bf Naturkundemuseum)

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gesprächsvortrag.
Wir diskutieren über die "Volksinitiative gegen Masseneinwanderung" der Schweizerischen Volkspartei.
Thema: "Wer darf rein und wie viele? Und wer entscheidet, wer und wie viele einwandern dürfen?

Zeit: Do, 20.2.2014, 17:30 bis 20:30 Uhr:
Ort: Raum 293 des Seminargebäudes der Humboldt-Universität in der Invalidenstrasse 110 (gegenüber U6-Bf Naturkundemuseum)
 
 -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Thema: “Braucht der Mensch ein Geschlecht?"
Do, 06.02.2014, 18:30 bis 20:30 Uhr: Gesprächsvortrag in der Reihe “Spurensuche nach einer Lebens- und Politikform jenseits von Wertdenken und Ideologie" -
Inhaltsverzeichnis des Readers:
- Das wahre Geschlecht - Von Cristina Nord - In: die tageszeitung 10.05.2001
- Gender Mainstreaming - Der kleine Unterschied" - Von Volker Zastrow - In: F.A.Z. vom 7.9.2006
- Link: Stellt ihn vom Platz! Eine rote Karte für Volker Zastrows geschlechterpolitische Rhetorik der  
  Diffamierung -  Von Andrea Geier - In: literaturkritik.de » Nr. 7, Juli 2006
- Hinrich Rosenbrock: Zur Genderkritik der Antifeminist/innen
- MANNdat  als Beispiel einer antifeministischen Männergruppe
- Lebensmensch
- Über die Ablehnung des Geschlechts als Klassifikationseinheit des Menschen am Beispiel des
  dekonstruktivistischen Feminismus bzw. Postfeminismus (Judith Butler)
 
Immigration und Selektion II – Wer darf rein und wer bleibt draußen?“

Donnerstag, 19.12.2013, 18:30 - 20:30 Uhr – Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293

Die Genfer Flüchtlingskonvention selektiert ImmigrantInnen nach den Fluchtgründen. Wer wegen seiner „Rasse”, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Überzeugung verfolgt wird, darf rein. Wer wegen Armut oder den Folgen der Klimaerwärmung seine Heimat verlassen muss, bleibt draußen vor der Tür. Der Völkermordforscher Gunnar Heinsohn schlägt statt dessen den Bedarf der Aufnahmeländer als Selektionsprinzip vor:

Wer aus Afrika kommende Menschen nicht reinläßt, obwohl im Land Nachwuchs fehlt, muss das überzeugend begründen oder die Grenzen öffnen. Wer nicht begründet, ist ein Heuchler und wer dann obendrein nicht hereinläßt, ist ein Verbrecher.“

Unsere Leitfragen lauten:

(1) Welche Kriterien sollen vorerst die Durchlässigkeit der Europäischen Außengrenzen bestimmen? Wie lassen sich die Bevölkerungen in Europa dazu bewegen, diese Durchlässigkeit zu akzeptieren?"

(2) Gibt es eine Immigrationspolitik, die ALLE lebensbedrohlichen Fluchtgründe anerkennt und die ImmigrantInnen NICHT nach Brauchbarkeit bzw. (Mehr-)Wert für das aufnehmende Land selektiert?


 

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
Reihe „Erscheinungsformen des vollendeten Nihilismus, Part IV und Sommersemesterabschluss“ - in memoriam Heidegger, Nietzsche, Foucault
 
Einladung  zum Diskussionsvortrag zum Thema: Wer sich NUR wehrt, lebt verkehrt! Über Macht und Widerstand unter den Bedingungen der totalen Überwachung im Horizont der neuen Kriegs- und Aufstandsbekämpfungsdoktrin "Gezieltes Töten - Kill or Capture"
 
Do, 11. Juli 2013, 18:00 c.t. – 20:30 Uhr,

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vortrag in der Reihe „Erscheinungsformen des vollendeten Nihilismus, Part II“ (in memoriam Heidegger und Nietzsche)
 
Der ewige (Weltbürger)Krieg
 
Taksim-Platz, Geki-Park, Arabellion, verwüstete Vorstädte, Afghanistan, Irak, Lybien, Mali, Somalia, Jemen: In der „Epoche des vollendeten Nihilismus“ wuchert -statt Immanuel Kants „ewiger Frieden“- eher der „ewige Krieg“. Unter dem, was „Frieden“ zu sein scheint, wartet der immerwährende Krieg, ebenso wie unter der Oberfläche der Normalität der immerwährende Ausnahmezustand darauf wartet „auszubrechen“. Es wartet ein Krieg, der sich lange schon vom Staatenkrieg zum Weltbürgerkrieg wandelt – ein Krieg ohne Anfang und Ende gegen einen Feind, der nicht mehr als achtenswerter Gegner behandelt wird, sondern nur noch als ein rechtloser Terrorist, Verbrecher, kuffar (Ungläubiger) oder Klassenfeind, den man straflos entführen, foltern oder töten kann. Die Hemmschwelle ist gering; zum Terroristen und kuffar wird man schnell – man braucht nur den Geki-Park retten wollen. Dieser neue Krieg hat sein Paradigma: Die gezielte Tötung „Find! – Fix! – Finish!“ Und er hat seine Waffen: Die Drohne und den Sprenggürtel. Unter Rückbezug auf Armin Krishnan (Gezielte Tötung) und Carl Schmitt (Theorie des Partisanen) stellen wir die Frage: Was tun, wenn Krieg und Ausnahmezustand zur Regel werden?
 
 Do, 27. Juni 2013, 18:00 c.t. – 20:30 Uhr,

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Reihe „Kritik der Erscheinungsformen des Nihilismus"
Diese Reihe versucht, die Erkenntnisse aus der Lektüre über den europäischen Nihilismus nunmehr auf den Demokratismus anzuwenden.
Do, 6. Juni 2013, 18:00 c.t. – 20:30 Uhr, Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstraße 110, Raum 293
Find! – Fix! – Finish! – Seit 2008 etabliert die Obama-Administration die gezielte Tötung als neues Paradigma von Krieg und Bürgerkrieg gegen den äußeren und inneren Feind. Anläßlich der bundesdeutschen Debatte über die Global-Hawk-Drohne diskutieren wir die verschwiegenen Abgründe der Drohnen-Kriegsführung: Werden wir künftig permanent in einem unsichtbaren Ausnahmezustand leben, der zu jeder Zeit in eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit hereinbrechen kann? Taugt die Drohne zur idealen Vollstreckerin des Willens zur Macht?
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
"Der Stalinismus - gestaltgewordene Form des Nihilismus?"
Aus Anlass des 60.Todestags von Josef W. Stalin fragen wir, worauf sich die Vernichtungs- und Faszinationskraft des Stalinismus gründete. Zeigte sich in diesem totalitären, Angst und Schrecken verbreitenden Gulag-System eine Form der Herrschaft des Nihilismus, die in anderen Ausformungen im 21. Jahrhundert ihrer Vollendung entgegengeht? Wir versuchen in Film und Diskussion die Ursachen dieser Angst und Faszination verbreitenden Schreckensherrschaft zu analysieren.
Kirsten wird einführende Worte zum Stalinismus sagen (5 Minuten); danach schauen wir uns den Film "Stalin - Der Tyrann" an (40 Minuten). Dann versucht Wolfgang, den Stalinismus als eine der Formen nihilistischer Herrschaft aufzuzeigen (15 Minuten). Danach bleibt noch eine Stunde Zeit für Diskussion.

Do, 23. Mai 2013, 18:00 c.t. - 20:30 Uhr,
Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293
(beim U6-Bf Naturkundemuseum)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Do, 18. April, 18:00 c.t. - 20:30: Vortrag in der Reihe “Die kommende Gesellschaft"

Wolfgang Ratzel:

“Die sieben Sonnen der Seinsverwaltung- Über die Seinsverwaltung als Alternative zu den Herrschaftsformen der kapitalistisch-technischen Verhältnisse"

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wintersemester-Abschlussveranstaltung hat die Form eines Rundgesprächs mit Inputs zum Thema:

Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Und, wenn nein:

Warum nicht lieber gar nichts, als diese Welt?" (Schopenhauer)

Die Frage bezieht sich auf das Diktum von Theodor Adorno aus „Minima Moralia“:

Es gibt kein richtiges Leben im falschen!“

In der ursprüngliche Textfassung steht: „Es läßt sich privat nicht mehr richtig leben.“

Adornos höchstpersönlicher „positiver“ Ausweg lautet: „Einzig listige Verschränkung von Glück und Arbeit läßt unterm Druck der Gesellschaft eigentliche Erfahrung noch offen."

Termin: Do, 14. März 2013, 18:00 c.t. bis 20:30 Uhr

Ort: Seminargebäude der Humboldt-Universität in der Invalidenstrasse 110, 10115 Berlin (beim U6-Bf Naturkundemuseum)

 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Arthur Schopenhauers Zugang zum Nichts

Wir lesen A. Schopenhauer, “Die Welt als Wille und Vorstellung, Band I, 4. Buch, § 71 – Der Schopenhauer-Text kann unter autonomes.seminar@t-online.de angefordert werden.

Im Abendland konnte der horror vacui, die Angst vor einem absoluten Nichts jahrhundertelang nicht um sich greifen, weil Raum und Zeit erfüllt waren vom unversehrten Sinngewebe des christlichen Glaubens, in dem das Nichts nur als ein relatives eingeflochten war, als ein abgegrenzter Teil der Welt: als Hölle - zwar schaurig genug, um selbst Könige zu ängstigen, doch ohne die Macht, zu lähmen, handlungsunfähig zu machen. Als aber der Glaube unglaubwürdig wurde, schlug die Stunde der Melancholie, des Sinnesorgans für das absolute Nichts. Wir werden der Bedeutung der schopenhauerschen Philosophie für diesen Umbruch nachgehen…

Do, 7.2.2013, 18:00 bis 20:00 Uhr 

Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstraße 110, Raum 293

 

Einladung zum VHS-Vortrag

Wolfgang Ratzel Gesprächsvortrag an der Volkshochschule Pankow:

Thema: „21.12.2012 – In 14 Tagen findet der Weltuntergang statt! Über die Faszinationskraft der Apokalypse“

Ich werde versuchen, die Faszinationskraft der Erzählungen und Bilder von Untergang und Anderem Anfang zu begründen. Warum war die Denkfigur der Apokalypse imstande, abermillionen Menschen und gerade auch politische und sozialrevolutionäre Bewegungen zu beflügeln? Für die TeilnehmerInnen des Offenen Seminars am SoSe 2012 wäre das eine kompakte Wiederholung.

Darüberhinaus frage ich nach dem Realitätsgehalt der spätmodernen Weltuntergangsvisionen, und zwar anhand des Buchs von

John Casti: „Der plötzliche Kollaps von allem. Wie extreme Ereignisse (X-Events) unsere Zukunft zerstören können“. Piper Verlag - 397 Seiten - 22,99 Euro.

Der Autor ist Mathematiker. Er beweist, dass plötzliche Zusammenbrüche (wie z.B. die Finanzkrise) aus der Überkomplexität von Systemen herrühren, die -weil sie überkomplex sind- nicht mehr vom Menschen gesteuert werden können: Nicht wir steuern es - es steuert uns! Die Rettung könnte im Herunterfahren der Komplexität, d.h in der "Rückkehr zu einer einfacheren Lebensweise" (Casti, S.70) bestehen. Ich werde seine Argumentation im Gesprächsvortrag vom 8.12.2012 vorstellen.

Wer dabei sein will, kann sich wie folgt anmelden:

Kurs Pa1018-H  "In 14 Tagen findet der Weltuntergang statt!"

Freitag, 8.12.2012, 18:00 bis 21:00 Uhr - entgeltfrei

VHS-Haffner-Zentraum , Prenzlauer Allee 227, Raum 01 (Vorderhaus direkt an der Straße).

Anmeldung: www.vhspankow.de - Per Post: VHS Pankow, Schulstrasse 29, 13187 Berlin

(im Notfall auch direkt an mich: wolfgang.ratzel@t-online.de )

...............

 

Dazu passend noch ein Video und ein Artikel aus der Zeitschrift „Rolling Stone“: 

 

Rolling Stones: Apokalypse im neuen Video zu "Doom And Gloom"

VON Cathrin Schmiegel in: Rolling Stone vom 21. NOVEMBER 2012

 

Zombies, Drogen und Apokalypse im neuen Video zum schreddernden Uptempo-Song "Doom And Gloom". Hier kann man sich das Video ansehen (Leider können wir nicht sagen, ob es bald wieder gesperrt wird):

http://www.rollingstone.de/news/meldungen/article336680/rolling-stones-apokalypse-im-neuen-video-zu-doom-and-gloom.html

 

„Im Video zu "Doom And Gloom" […] dreht sich alles um das Motto Apokalypse, Tod und Verfall. Der Uptempo-Sound inklusive wie schreiend klingender Gitarren wird mit Bildern um das Thema Klassenkrieg, Crack und Chaos untermalt. Mit der ersten Vermutung liegt man ganz richtig: Es geht blutig zu. Als Erhabene über die Szenerie geben die Stones irgendwo abseits ein Konzert, wie es scheint für sich alleine. Einem fidelen Mick Jagger ist das egal. Die Rolling Stones als vielleicht letzte Überlebende? Gar nicht mal so falsch, wenn man das jetzt rockgeschichtlich betrachten möchte.

............................................................

 

- Und so wird der Weltuntergang durch die Tourismus-Industrie vermarktet:

Wer den bevorstehenden Weltuntergang am 21. Dezember überlebt, sollte sich am darauffolgenden Tag auf den Weg nach Crans-Montana (Schweiz) machen. Das Unterwalliser Skigebiet bietet seinen Gästen nach der Apokalypse gratis Skifahren an. Der Ferienort Crans-Montana bietet den Überlebenden am Tag nach der Apokalypse kostenlosen Zugang zu allen Anlagen im Skigebiet. Sogar die Busse sind gratis.

 

Fundstelle: http://www.1815.ch/wallis/aktuell/skigebiet-feiert-neuanfang-nach-dem-weltuntergang--84670.html

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Die Sehnsucht nach dem Einfachen Leben" - mit Diskussion
Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, 10405 Berlin, Prenzlauer Allee 227, 01 (Vorderhaus) – Tram M2-Haltestelle Knaackstraße
Zeit: Freitag, 30.11.2012, 18:00 - 21:00

VHS Pankow - Interne Ansprechpartner/in:
Frau Heike Eifler; Tel.: (030) 90295 3926; Fax: ~3939; eifler@vhspankow.de
Kurstitel: Die Sehnsucht nach dem "Einfachen Leben"! Über LOVOS (Lifestyle of Voluntary und Simplicity) und LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability)
Kursnummer: Pa1017-H
Kursleiter: Ratzel, Wolfgang


Beschreibung: Wenn die Arbeits- und Wirtschaftsweise der Leistungsgesellschaft unser Ausbrennen hervorbringt - sind wir diesem Schicksal ausgeliefert? Der Vortrag zeigt individuelle Schutzreaktionen wie das Herunterschalten (Downshifting), legt aber den Schwerpunkt auf die Vision einer "Gesellschaft des Einfachen Lebens". Diese wirkmächtige Denktradition wurzelt in der Antike (Stoa, Diogenes im Fass). Aber auch Nietzsches "Zarathustra" sprach vom einfachen Leben - ebenso wie Emerson und Thoreau, die Wandervogelbewegung, Hippies und die 80er Jahre-Alternativen. Heute ist der "Trend zur Neuen Einfachheit" in der Mitte der Gesellschaft angekommen.


Informationen zur Anmeldung: Tel. 030-902951700 | eMail: post@vhspankow.de | Internet: www.vhspankow.de | facebook.com/vhspankow | twitter.com/vhspankow


Die Lebensform des "Einfachen Lebens" ist nicht nur eine gesellschaftliche Alternative zum giergesteuerten Leistungs- und Konsumwahn, der Welt und Erde zerstört - das "Einfache Leben" eignet sich auch als Vorbeugung und Therapie für Mitmenschen, die an Burnout- und Boreout erkrankt sind. Zusätzlich stelle ich auch noch ein neues Konzept des "guten Lebens" vor, das in den lateinamerikanischen Andenländern entstanden ist und hierzulande zunehmend Anklang findet. Diese Lebensform heißt in der ecuadorianischen Quichua-Sprache "sumak kawsay", in der boliviarischen Aymara-Sprache "suma qamana", auf Spanisch "Buen vivir".

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einladung zu einem Vortrag an der Volkshochschule Pankow:
Wolfgang Ratzel: “Mir ist alles zu viel! - Gesellschaftliche Ursachen des Burn-Out-Syndroms"

"Nichts ist unmöglich! ..." dröhnte einst die Werbung, und der dreifache Schwimmweltmeister Paul Biedermann verkündet: "Jeden Morgen erinnere ich mich daran, dass mein stärkster Gegner im Spiegel steht!" Denn wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die nur Leistungssubjekte kennt und anerkennt. Ob erwerbstätig oder erwerbslos - wir alle haben Unternehmer/-innen unserer selbst zu sein, die sich in Konkurrenz zueinander selbst ausbeuten und dabei auch noch das große "Gefühl der Freiheit" empfinden. Und plötzlich ist alles aus: "Nichts ist mehr möglich! Burning out!" Und der Gegner im Spiegel liegt erschöpft auf dem Boden. Das System frisst seine Kinder. Der Vortrag bettet die Erschöpfungsdepression und verwandte Erkrankungen in die "Logik" der spätmodernen Arbeits- und Wirtschaftsweise ein, die letztendlich dieses Zuviel an Information, Kommunikation, Produktion und Leistung hervorbringt.
Kursnummer: Pa1016-H
entgeltfrei
Zeit: Freitag, 2.11.2012, 18:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Haffner-Zentrum, Prenzlauer Aleee 227, Vorderhaus rechts, Raum 01
Tram-Haltestelle M2 “Knaackstraße"

Anmeldung: www.vhspankow.de -
im Notfall direkt bei: wolfgang.ratzel@t-online.de

 

© 2012 Autonomes Seminar der Humboldt Universität zu Berlin

title

Click to add text, images, and other content